Warum Bedürfnisorientierung ohne klare Führung für neurodivergente Kinder nicht funktioniert - und was du jetzt tun kannst
- Susanne Binder

- 12. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Du und ich, wir sind durch die Bedürfnisorientierung gegangen. Haben unsere Kinder "gesehen", als sie aus lauter Verzweifelung um sich geschlagen haben, weil die Naht am Socken plötzlich ganz doll gedrückt hat, während die Schwester mit den Bauklätzen auf den Boden hämmerte und der beißende Geruch von verbranntem Toast durch den Flur waberte. Das war so wichtig. Vielleicht sogar überlebenswichtig.
Bedürfnisorientierung hat eine Generation von Eltern aus der Härte geholt.
Aus dem „Weil ich es sage“.
Aus Machtmissbrauch, Beschämung und emotionaler Kälte.
Wenn Heilung in Angst kippt
Was kaum jemand laut sagt:
Viele Eltern setzen heute keine klaren Grenzen mehr
nicht aus Überzeugung –
sondern aus Angst.
Aus der Angst, das eigene Kind zu verletzen.
Aus der Angst, alte Traumata weiterzugeben.
Aus der Angst, dass das Kind später „denselben Shit auflösen muss“, den wir selbst tragen.
Beeb there. Done that.
Aber hier passiert etwas Paradoxes – besonders bei hochbegabten, autistischen oder ADHS-Kindern:
Aus Angst vor Trauma entziehen wir ihnen den sicheren Rahmen, an den sie sich anlehnen könnten.
Bedürfnisorientierung war eine Korrektur – kein Endzustand
Lasst uns das klar sagen:
Bedürfnisorientierung war eine notwendige Gegenbewegung.
Sie hat Gewalt entlarvt, wo sie normalisiert war.
Sie hat Würde zurückgebracht.
Aber sie war nie dafür gedacht,
dass Kinder Entscheidungen tragen,
die ihr Nervensystem nicht halten kann.
Vor allem nicht neurodivergente Kinder.
Wenn wir aus unseren eigenen Verletzungen heraus jede Grenze weich machen,
jede Entscheidung erklären,
jedes Nein relativieren,
dann passiert Folgendes:
• Das Kind verliert Orientierung
• Die Beziehung wird zur Verhandlung
• Das Nervensystem bleibt in Daueranspannung
Oder anders gesagt:
Freiheit ohne Halt ist keine Sicherheit – sie ist Überforderung.
Der blinde Fleck: Unser Nervensystem
Hier liegt der eigentliche Ansatzpunkt.
Nicht beim Kind.
Nicht bei der Methode.
Sondern bei uns.
Denn Grenzen scheitern selten an Einsicht.
Sie scheitern an innerer Unsicherheit.
Wenn mein Nervensystem selbst im Alarm ist,
fühlt sich jede Grenze hart an.
Jedes Nein wie Liebesentzug.
Jede Wut meines Kindes wie ein persönliches Scheitern.
Kinder brauchen keine perfekten Eltern.
Sie brauchen regulierte Erwachsene.
Sicherheit entsteht nicht durch Erklärungen – sondern durch Verkörperung
Ein Kind lehnt sich nicht an Worte an.
Es lehnt sich an Präsenz an.
An einen Erwachsenen, der ruhig bleibt,
auch wenn das Kind es nicht ist.
Der nicht diskutiert, um geliebt zu werden.
Der stehen bleibt.
Gerade hochbegabte, autistische und ADHS-Kinder spüren diese innere Sicherheit sofort.
Oder ihr Fehlen.
Darum beginnt echte Bedürfnisorientierung nicht beim Kind.
Sondern im Nervensystem der begleitenden Person.
Wo wir ansetzen können – ganz konkret
Wenn wir den sicheren Rahmen wieder herstellen wollen, ohne in alte Muster zurückzufallen, braucht es drei Dinge:
1. Anerkennen, dass Entwicklung in Phasen geschieht
Was uns hierher gebracht hat, bringt uns nicht weiter.
Das ist kein Scheitern – das ist Reife.
2. Unser eigenes Nervensystem regulieren
Nicht nur mental.
Sondern körperlich.
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Nicht, um das Kind „ruhig zu machen“.
Sondern damit wir ruhig bleiben können.
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3. Grenzen wieder als Akt von Fürsorge begreifen
Eine klare Grenze sagt:
Du musst das hier nicht halten. Ich halte es für dich.
Der neue Standard
Wertschätzung zeigt sich nicht in endlosen Erklärungen.
Sondern in einem Rahmen, der trägt.
Nicht hart.
Nicht autoritär.
Sondern ruhig. Verkörpert. Verlässlich.
Aus Angst, unsere Kinder zu verletzen, dürfen wir ihnen nicht die Sicherheit nehmen, an der sie wachsen.
Und jetzt?
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